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Das Altartuch
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Im Spätmittelalter ging die Bedeutung des Klosters in Drübeck zurück. Die Turbulenzen der Reformationszeit und des Bauernkrieges erwiesen sich auch für die Benediktinerinnen als schwerwiegender Einschnitt. Die Nonnen wurden vertrieben, ein Brand 1599 und die Wirren des 30jährigen Krieges hinterließen Spuren der Verwüstung. Die Eigenständigkeit des Klosters endete.
Die Benediktinerklöster verfügten durch ihren umfangreichen Grundbesitz über großen Einfluss. Sie hatten Schulen, Bibliotheken und Schreibstuben sowie Kräutergärten, eine Apotheke und verschiedene Kunstwerkstätten.
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„Eine Wandesdecke mit seiden gestickt“ findet sich unter dem „Gerethe“, welches die Äbtissin des
Klosters Drübeck Katharina, geb. Gräfin zu Stolberg am Sonnabend nach Oculi 1529 an
die regierende Gräfin Anna, geb. von Königsstein, Gemahlin des Grafen Botho
„zu getreuer Hand in gute Verwahrung gethan“.
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Die Klostergründung
„Et ita damus hanc proprietatem sanctis in Drubechi et ibi deo dicatis, ... nemine hoc contradicente.“ - Und so geben wir dieses Eigentum den Heiligen in Drübeck unter niemanden Widerspruch. (Quelle: MGH, Die Urkunden, S. 299 f. übers E. Jacobs, Urkundenbuch des Klosters Drübeck 1874)
Die früheste Erwähnung des Nonnenklosters Drübeck geht auf eine Urkunde Kaiser Otto I. zurück, der dem Kloster im Jahre 960 Land schenkte.
Eine ältere Urkunde die auf den 26. Januar 877 datiert ist, stellte sich erst in jüngerer Zeit als Fälschung heraus.
Im Jahre 980 nahm Otto II. Drübeck unter königlichen Schutz. Damit waren die Nonnen vor Eingriffen der königlichen Beamten geschützt. Die Äbtissin konnte als oberste Gerichtsherrin auftreten und dadurch verfügte das Kloster über eine privilegierte Stellung.
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Grabplatte
(1. Hälfte 12. Jhd.,
Sandstein)
unbeschriftet
Zum ewigen Totengedenken
verehrten die aus
dem Sächsischen Adel
Stammenden Nonnen
die Stifterin
Äbtissin Adelbrin
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Die Zeit des Damenstifts
Eine unvergessene Äbtissin des Klosters Drübeck Anna Freiin von Welck
Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster durch kurfürstliches Edikt dem Grafen zu
Stolberg-Wernigerode übereignet. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Zeit von
1720 - 1732 errichtete der Graf ein Damenstift.
Anna Freiin von Welck wurde am 12.06.1903 in einer feierlichen Zeremonie als
Äbtissin des Klosters Drübeck eingeführt.
Vgl. Wernigeröder Intelligenzblatt v. 13.06.1903, S. 3
Anna Freiin von Welck war die 47. Äbtissin.
Ihr überreichte Wilhelm der II. 1906 den Äbtissinnenstab. Der 1,80 m lange Äbtissinnenstab
wurde von dem damals bekannten Genremaler Prof. Emil Doepler (1855 - 1922) entworfen und von
dem Bildhauer und Ziseleur Prof. Otto Rohloff (1863 - 1919) in der Berliner
Kunstgewerbeschule angefertigt.
Vgl. Wilhelm Hoppe: Ein deutscher Fürstensitz, Wernigerode 1908, S. 55
Aus dem Jahre 1737 ist ein historischer Gartenplan erhalten, der die besonderen
mauerumschlossen historischen Gärten der Stiftsdamen zeigt.
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Kaiser Wilhelm II.
überreicht der
Äbtissin Freiin von Welck
den Krummstab (1906)
zur Amtseinführung
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Das Kurheim Kloster Drübeck
Das Diakonische Amt der Kirchenprovinz Sachsen übernahm auf Bitte der letzten Äbtissin Magdalena 1946
das Kloster Drübeck. Erholungskuren wurden durchgeführt und als Hausmutter wurde die Diakonisse Marie
Utta vom Mutterhaus Kreuzburg berufen. Die Kapazität betrug 40 Betten und die Erträge der Gärten wurden
durch die Errichtung eines Gewächshauses erhöht. Das Diakonische Amt bezuschusste jährlich den Betrieb
und die baulichen Instandsetzungsarbeiten. 1963 konnte die Küche erneuert werden.
„Wir wollen Gott von Herzen danken, dass ER Menschen einst willig machte, dieses Kloster zu
SEINER EHRE zu stiften und zu erbauen, dass ER es bis heute erhalten hat und jährlich viele
Menschen unserer Tage unter SEINEM Worte darin Erquickung für die Seele und Leib finden können.“
(Leiter Herr Seuthe, 15.02.1964)
Wilhelm Raabe im Kloster Drübeck
Wilhelm Raabe hatte zum Kloster Drübeck so manche persönliche Beziehung und ebenso zur Harzer Landschaft.
Zur nachträglichen Feier des 100. Geburtstages des Dichters im Kloster Drübeck stellte die Äbtissin Gräfin
Magdalene zu Stolberg-Wernigerode einige Zimmer zur Verfügung.
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