Bis Anfang August soll alles fertig sein

Umbauarbeiten im Kloster Drübeck nähern sich ihrem vorläufigen Ende / Neue Vorhaben in Planung

Die aktuellen Umbauarbeiten im Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck nähern sich ihrem Ende. Bis zur Romantischen Nacht am 5. August soll die Baustelle zwischen Mühle und Gärtnerhaus verschwunden sein.

 

Kloster-Geschäftsführer Karl-Heinz Purucker informiert sich bei den Handwerkern Matthias Feuerstacke und Thomas Jachszik (von rechts) über den Fortgang der Arbeiten. Foto: Jörg Niemann
Kloster-Geschäftsführer Karl-Heinz Purucker informiert sich bei den Handwerkern Matthias Feuerstacke und Thomas Jachszik (von rechts) über den Fortgang der Arbeiten. Foto: Jörg Niemann

 

Von Jörg Niemann
Drübeck ● Schritt für Schritt neigen sich die gegenwärtigen Arbeiten im Kloster Drübeck ihrem Ende zu. Das Kloster soll attraktiver und besucher- freundlicher werden und ist dabei auf einem guten Weg.

Die aktuelle Bauperiode hat schon im September 2015 begonnen. Damals starteten die Arbeiten an der alten Mühle, in der sich seit Dezember 2016 der Rezeptionsbereich für die Hotelgäste des Klosters Drübeck befindet. Das Vorhaben war einige Monate zurückgeworfen worden, weil der alte Klostergraben, der unterirdisch unter der Mühle entlang läuft, nicht ganz so stabil wie angenommen war und deshalb zusätzlich saniert werden musste. Aber auch dies gelang und um die Weihnachtszeit 2016 herum wurden die ersten Gäste in der neuen Rezeption empfangen. Finanziell gefördert wurde das Projekt über das Leader-Programm und den Europäischen

Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler).

Parallel dazu wurden die Arbeiten am Umbau des Brauhauses und zur Schaffung eines Infopunktes forciert. Dazu wurde der weitgehend ungenutzte alte Wintergarten gegenüber dem Klostercafé abgerissen. Auch ein Stück Klostermauer wurde verändert, damit der künftige Zugang der Hotelgäste zur Rezeption verkürzt und vereinfacht wird. „Zusätzlich entfällt damit künftig ein Großteil des Lärms durch die Rollkoffer auf den bislang gepflasterten Wegen unter der Linde“, benennt Kloster-Geschäftsführer Karl – Heinz Purucker einen weiteren Aspekt.

Bis zur Romantischen Nacht am Sonnabend, 5. August, deren Kartenvorverkauf in diesen Tagen im Kloster begonnen hat, soll das gesamte Bauvorhaben abgeschlossen sein, denn zum jährlichen Veranstaltungshöhepunkt will sich das Kloster frisch herausgeputzt präsentieren.

Für den Winter und das kommende Jahr kündigt Karl- Heinz Purucker aber schon weitere Arbeiten an. „Die Geschäftsführung, die Buchhaltung und das Sekretariat des Klosters werden demnächst in das renovierte Brauhaus umziehen. Der dann im Äbtissinnenhaus frei werden Platz wird umgestaltet, um mehr Tagungsräume zu erhalten. Für dieses Vorhaben werden gerade die Pläne geschmiedet“, sagt Purucker.

Ein zweites kleineres Bauvorhaben für 2018 ist der Klostergraben neben dem Gärtnerhaus. Dort waren im Zuge der Grabensanierung Arbeiten nötig, die eine – nun gut getarnte – Bauruine hinterlassen haben. „Wir werden uns dieses Bereiches im kommenden Jahr annehmen und planen dann auch eine Ladestation für E- Bikes. Damit möchten wir die Attraktivität des Radtourismus fördern, denn nicht umsonst liegen wir direkt am Internationalen Radwanderweg R1“, erinnert Purucker.

Aber auch für die Autotouristen soll es in absehbarer Zeit Verbesserungen geben, denn in der Klosterverwaltung werden Überlegungen angestellt, auf dem Parkplatz an der Kreisstraße eine Tankstelle für Elektroautos zu bauen. „Wir werden uns auch dieser Entwicklung stellen und möchten unter Wahrung der 1000-jährigen Klostergeschichte und des christlichen Charakters der Einrichtung eine moderne Beherbergungsstätte und ein zeitgemäßer touristischer Ausflugsort bleiben“, sagt Purucker zur Perspektive des Klosters.


Quelle: Harzer Volksstimme Freitag, 9. Juni 2017
Foto: Jörg Niemann


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