Geopark-Stele in Drübeck weist auf Rogensteine hin

Standort an der Kreisstraße soll vor allem Autofahrer zum Stopp animieren

Eine Stele ist seit einigen Tagen gegenüber dem Parkplatz am Kloster Drübeck sichtbar. Errichtet hat sie der Verein Regionalverband Harz im Zusammenhang mit seinem Geopark-Projekt.

Gegenüber dem Parkplatz des Klosters Drübeck ist gestern die jüngste Geopark-Stele enthüllt worden. Foto: Jörg Niemann
Gegenüber dem Parkplatz des Klosters Drübeck ist gestern die jüngste Geopark-Stele enthüllt worden. Foto: Jörg Niemann

Von Jörg Niemann
Drübeck ● Ein erlebbares Stück Geologie ist seit gestern offiziell auf dem freien Platz gegenüber dem Parkplatz des Evangelischen Zentrums Kloster Drübeck zu sehen. Eine große dreieckige Stele weist auf das Geopark-Projekt hin. Der Park, der sich vom Harz über das Braunschweiger Land bis nach Ostfalen erstreckt und auf geologische Besonderheiten hinweist, ist bislang zumeist im Verborgenen zu bestaunen, das heißt, seine Hinweistafeln sind für zum Beispiel für Autofahrer so gut wie nicht von der Straße aus sichtbar. Die bessere Sichtbarkeit, so Geopark-Geschäfts- führer Klaus George, sei auch eine Forderung der Unesco, die Träger des Geopark-Projektes ist.

Im November des vergangenen Jahres wurde die erste Stele dieser Art in Heimburg eingeweiht, jetzt steht im Ilsenburger Ortsteil Drübeck die zweite. „Weitere Projekte sind in Vorbereitung, so in Langeln, Schierke, Königshütte und Rübeland“, sagte George gestern.

Die Drübecker Stele erinnert an den in dieser Region weit verbreiteten und in vergangener Zeit oft und gern verbauten Rogenstein. Im hinteren Bereich der Stelle ist daher auch eine große Informationstafel angebracht, in der die Entstehung und Verwendung dieses für die Nordharzer Region so wichtigen Gesteins erklärt wird. Und im Sockel der Stele gibt es den Rogenstein auch zum Anfassen. Es passte zufällig ganz gut, dass im Kloster Bauarbeiten stattfinden, bei denen ein kleineres aus Rogenstein gebautes Häuschen abgerissen wurde. So fanden die Steine gleich eine neue Verwendung und brauchten nicht mühsam gesucht werden.

Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeke, der gemeinsam mit Landrat Martin Skiebe (beide CDU) die Stele am gestrigen Vormittag enthüllte, verband mit dem neuen Informationspunkt die Hoffnung, dass die von ihm seit einiger Zeit immer wieder angeregte Verkehrsinsel als Querungshilfe über die Kreisstraße am Ausgang des Klosters noch einmal neu überdacht wird.

„An dieser Stelle wird die Straße oft von Touristen und Einheimischen überquert. Da macht eine Querungshilfe durchaus Sinn“, sagt Loeke, der auch darauf verwies, dass aufgrund der Lange direkt in einer Kurve, die Fahrbahn von Fußgängern nicht sehr weit eingesehen werden kann. Auch die viel frequentierten fliegenden Obst- und Gemüsehändler an jener Stelle lockten immer wieder Fußgänger aus dem Ort an, meinte Loeke und hofft auf ein nochmaliges Überdenken seiner Anregung.


Quelle: Harzer Volksstimme, 21. Januar 2017

Foto: Jörg Niemann 

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