Kloster Drübeck schließt zweijähriges Projekt ab

Rezeption und Infopunkt liegen nun enger beisammen – Mehr Service und kürzere Wege für die Hotelgäste

Drübeck (jni) Im KlosterDrübeck wird am heutigen Mittwoch ein weiterer Bauabschnitt offiziell als beendet erklärt. Während einer leinen Feier sollen die vor knapp zwei Jahren begonnenen Umgestaltungsarbeiten im Bereich Alte Mühle und Brauhaus abgeschlossen werden.

 

 

Mehr als eine Million Euro hatte die Evangelische Kirche Mitteldeutschland als Träger des Klosters Drübeck zur Verfügung gestellt, um eines seiner touristischen Vorzeigeprojekte im Harz noch schöner und nutzerfreundlicher werden zu lassen.

Über einen Architekturwettbewerb wurden zunächst die Arbeiten an der Alten Mühle in Angriff genommen. Ziel war es, den Publikumsverkehr vom Haus der Äbtissinnen und dem Haus der Stille einzuschränken. Vor allem die klappernden Rollen der Koffer der an- und abreisenden Hotelgäste hatten wiederholt zu kleineren Problemen geführt. Ferner wollte die Beherbergungsstätte Kloster Drübeck im Wettstreit auf dem Markt moderner und kundenfreundlicher aufgestellt sein. So wurde vor einigen Jahren der Beschluss gefasst, die alte Mühle umzugestalten. In ihr befinden sich seit Weihnachten des vergangenen Jahres die Hotel-Rezeption sowie einige Büros.

In einem zweiten Bauabschnitt wurde der Weg zur neuen Rezeption umgestaltet. Dazu wurde der nicht mehr benötigte Wintergarten entfernt und das Brauhaus umgestaltet. Im Erdgeschoss dieses Gebäudes befindet sich nun ein Infopunkt mit nützlichen Tipps für Tages- und Hotelgäste. Sowohl Rezeption als auch Infopunkt sind ebenerdig und somit auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen.

In Kürze zieht die Verwaltung ins Brauhaus
Im Obergeschoss des Bauhauses werden demnächst die Büro der Geschäftsführung und weiterer Mitarbeiter eingerichtet. Die Handwerker legen dort gerade letzte Hand an.

Wenn auch diese Räume bezogen sind, dann stehen die bisher von den leitenden Mitarbeitern genutzten Räumen im Äbtissinenhaus leer. Dies wird aber nicht lange so sein, denn in Kürze sollen auch diese Räume umgestaltet werden, um die Angebotspalette an Tagungsräumen zu erweitern. Auch eine Art Clubraum für Hausgäste soll entstehen. Wann es damit losgeht, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.

Bis zum nächsten Frühjahr allerdings soll das Kloster weitgehend ‚bauarbeiterfrei‘ sein. Wenn der Frühling einzieht starten weitere Umgestaltungsarbeiten seitlich des Klostercafés am Gärtnerhaus. Dort befindet sich – zurzeit durch Sträucher geht getarnt – der Ausgang des unterirdischen Klostergrabens. Im vergangenen Jahr musste dort viel Erdreich bewegt werden, da der uralte Graben sich als nicht so fest gemauert wie zu vor angenommen erwies. Das führte auch zu einer kurzfristigen Schließung des Klostercafés, doch diese Vorsichtsmaßnahme erwies sich später als nicht nötig. Der Graben wurde danach saniert und die Gefahr des Einsturzes gebannt. Die Probleme mit dem Graben hatten auch zur Verzögerung der nun erst beendeten Umgestaltung der Besuchereinrichtungen geführt. Dies wurde aber in Kauf genommen, denn schlimmer wäre es gewesen, den Graben nur notdürftig zu stabilisieren und später auch die neu geschaffenen Wege wieder aufzureißen.

Ein Großteil der nun beendeten Umbauarbeiten wurde mit Hilfe des Leader-Programms aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.



Quelle: Volksstimme, Mittwoch 13. September 2017
Fotos: Jörg Niemann (9)


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