Kuriose Funde bei Arbeiten im Drübecker Klostergraben

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Steine, Geschirr und altes Werkzeug bei Reinigungsarbeiten entdeckt

Der Drübecker Klostergraben muss vor vielen Jahrzehnten eine beliebte Müllkippe gewesen sein. Anders lassen sich die Funde nicht erklären, die jetzt bei Reinigungsarbeiten zutage gefördert wurden.

Neben Unrat fanden Olaf Mollenhauer und seine Kollegen eine gut erhaltene Kaffeekanne und einen Löffel. Foto: Jörg Niemann
Neben Unrat fanden Olaf Mollenhauer und seine Kollegen eine gut erhaltene Kaffeekanne und einen Löffel. Foto: Jörg Niemann

Von Jörg Niemann – Drübeck
Eine wahre Fundgrube für allerhand kuriose Dinge ist der Drübecker Klostergraben geworden. Am Freitag beendeten die Mitarbeiter einer Königshütter Kanalreinigungsfirma ihre Tätigkeit unterhalb der tausendjährigen Klostermauern – ihre Funde stammen allerdings aus wesentlich jüngeren Jahren.

Optisches Prunkstück ist eine – sogar noch ganz gebliebene Kaffeekanne – die geschätzte 100 Jahre alt sein dürfte. Auch altes Besteck und Werkzeug fanden die Kanalreiniger und hatten bei jedem Fund einen Riesen Spaß bei ihren sonnst so schweren Arbeit. „Einen Goldschatz oder etwas Antikes haben wir allerdings nicht gefunden“, sagt Olaf Mollenhauer, einer der Arbeiter.

Mit einem Schmunzeln hat Kloster-Geschäftsführer Karl-Heinz Purucker die ungeplanten Pfunde registriert. Er überlegt, ob er die Stücke reinigen lässt, um sie dann im Kloster auszustellen.

Nach einem Lachen war ihm jedoch nicht zumute, denn die Arbeiten waren garnicht geplant. Purucker erklärt: „Während der Arbeit am neuen Infopunkt musste auch eine Kamera in den Klostergraben fahren. Dabei wurde festgestellt, dass viele Steine im Graben lagen. Deshalb hatten wir die Befürchtung, dass der Graben einstürzen könnte“. Zur Vorsicht wurde für einige Tage das Café geschlossen, das sich genau über dem vermeintlich kritischen Stelle befindet. Statiker gaben nach einigen Tagen wieder „grünes Licht“ für die Wiedereröffnung des Cafés und Purucker ließ in Abstimmung mit dem Bauverantwortlichen den Graben intensiv reinigen.

Die dabei angefallenen Fundstücke lassen eher den Schluss zu, dass irgendwann in der Vergangenheit versucht wurde, den Klostergraben zuzuschütten. Warum sonst sollten Steine und Geschirr dort einträglich nebeneinander liegen. Oder der Graben wurde schlichtweg zur Müllkippe.

Um ganz sicher zu gehen, dass vom Graben keine Gefahr ausgeht, werden in Kürze Sicherungsarbeiten vorgenommen. Das Café wird während dessen geöffnet bleiben., sagt Purucker. „Durch die Arbeiten ist die Spätsommeridylle ein wenig abhanden gekommen. Aber die Arbeiten sind wichtig, denn sie dienen der Sicherheit unserer Hausgäste und Tagestouristen“, sagt der Geschäftsführer und bittet weiter um Verständnis.

Wegen der umgeplanten Arbeiten, haben sich zudem die Fertigstellung des neuen Rezeptionsgebäudes verzögert. Eigentlich sollten dies schon fertig und bezogen sein. Doch Sicherungsarbeiten gehen vor. „Ich gehe jetzt davon aus, dass wir die neue Rezeption in den nächsten Monaten in Betrieb nehmen. Der Wintergarten soll zum Monatswechsel September/Oktober abgerissen werden und damit die Arbeiten am Info-Punkt weitergeführt werden.“

Insgesamt ist vorgesehen, dass zum 1. August des kommenden Jahres das gesamte Umbauvorhaben abgeschlossen ist, so Karl-Heinz Purucker gegenüber der Harzer Volksstimme.


Quelle: Harzer Volksstimme 17. September 2016
Foto: Jörg Niemann


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