Peter Grunwald, der Leiter der Landes-Musikakademie, und Dr. Christian Philipsen, Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, nahmen von Mario Kowalsky, Geschäftsführer von Planungsring Wernigerode (hinten von links), einen Scheck über 4250 Euro für das Jugend-Barockor- chester Bachs Erben in der „Möwe“ entgegen.

Scheck und Schlager in der „Möwe“

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Bildunterschrift: Peter Grunwald, der Leiter der Landes-Musikakademie, und Dr. Christian Philipsen, Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, nahmen von Mario Kowalsky, Geschäftsführer von Planungsring Wernigerode (hinten von links), einen Scheck über 4250 Euro für das Jugend-Barockor- chester Bachs Erben in der „Möwe“ entgegen. Foto: Landes-Musikakademie/Till Budde


Kloster Michaelstein: Wernigeröder Architekturbüro unterstützt Jugend-Barockorchester Bachs Erben

Ein Abend in der sachsen- anhaltischen Landesvertretung in Berlin hat nicht nur die „Klosterperlen im Harz“ in den Fokus eines Fachpublikums gerückt, sondern auch ein ganz spezielles Musikensemble: Das Jugendbarock- Orchester Bachs Erben erhielt ein besonderes Geburtstagsgeschenk.

Von Jens Müller Berlin/Blankenburg

Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können. Zum jüngsten Abend der Veranstaltungsreihe „Architektouren“ der Architektenkammer Sachsen-Anhalt mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin, überreichte Mario Kowalsky dem Jugendbarock- Orchester Bachs Erben ein ganz besonderes Geschenk. Mit einem Scheck über 4250 Euro fördert sein Architekturbüro Planungsring Wernigerode das aktuelle Projekt der talentierten Nachwuchsmusiker.

Das Geld war bei einem Empfang anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Unternehmens gesammelt worden. Kowalsky sowie seine Partner Axel Surowy und Uwe-Karsten Bothe hatten ihre Gäste gebeten, die Musiker zu unterstützen und auf Blumenpräsente zu verzichten. Für ihre Feier hatten die Wernigeröder außerdem einen ganz besonderen Ort gewählt: Die von ihnen entworfene Musikscheune im Kloster Michaelstein bei Blankenburg. Mit diesem Ort sind auch Bachs Erben eng verbunden. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren kommen die jungen Musiker in Michaelstein zu ihrer Sommerarbeitsphase zusammen.


Damit können sie im wahrsten Sinn ein paar Sprünge machen.
Peter Grunwald

Über die Idee, solch ein musikalisches Aushängeschild Sachsen-Anhalts finanziell zu fördern, ist nicht zuletzt Peter Grunwald, der Leiter der Landes-Musikakademie in Michaelstein, begeistert. „Ich freue mich sehr, dass wir solch starke Unterstützung bekommen. Denn die Musikscheune allein empfinden wir schon als großes Geschenk“, sagte er.

Für Bachs Erben – immer- hin Deutschlands erstes und einziges Jugendorchester für Barockmusik – komme die Finanzspritze gerade recht, plane doch das Ensemble aktuell ein neues Projekt mit der renommierten Tänzerin und Choreografin Heike Hennig. „Damit können sie im wahrsten Sinne ein paar Sprünge machen“, so Grunwald. Bachs Erben wolle in kleiner Besetzung außerdem am Encanto-Festival Mitte Mai in Finnland teilnehmen.

Für die rund 150 Gäste des Architektur-Abends in der sachsen-anhaltischen Landesvertretung, der „Möwe“, in Berlin gaben die jungen Musiker einige Kostproben ihres Könnens. Peter Grunwald war von den Reaktionen überrascht: „Die Besucher waren richtig fasziniert, dass diese Musik gespielt wurde“, so Grunwald. Bislang wurden solche Abende nur von leichten Melodien begleitet. Diesmal bekam jeder Gast einen sogenannten Boomwhacker in die Hand, um mit dieser Kunststoffröhre selbst Klänge zu erzeugen. Unter der Leitung von Grunwald entstand ein Rhythmus, den Bachs Erben für ihre frühbarocken Schlager aufgriffen.

An diesem Abend ging es natürlich auch um Architektur – speziell die im Harz. So rückten die Initiatoren die alten Klöster in den Blickpunkt, die aufgrund ihrer guten Nutzungskonzepte, ihres Ideenreichtums und Engagements inzwischen wieder eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung erlangt haben. Mit dem Kloster Michaelstein und dem Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck wurden zwei dieser „Klosterperlen im Harz“ näher beleuchtet. „Sehenswert sind sie nicht nur durch ihre Einbindung in die, Straße der Romanik‘ und die ,Gartenträume‘, auch zeitgenössische Architektur und Landschaftsarchitektur spiegelt sich in ihrer Umgestaltung, Sanierung, Erweiterung wider“, so die Veranstalter.

In zwei Gesprächsrunden entführte Uwe-Karsten Bothe die Gäste zunächst nach Michaelstein als einen „musikalischen Ort“. Die Journalistin Cornelia Heller stellte das Kloster Drübeck unter dem Motto vor: „Wo Garten, Landschaft und Architektur die Sinne betören“.


Quelle: Harzer Volksstimme, 14. November 2016

Foto: Landes-Musikakademie/Till Budde

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