Die früheren Wirtschaftsgebäude der Domäne des Klosters Drübeck waren für lange Zeit – bis etwa Mitte der 90-iger Jahre – dem Kloster entzogen und öffentlich nicht zugänglich, teilweise ohne Nutzung und sich selbst überlassen.

Erst mit dem erfolgreichen schrittweisen Wiederankauf der Grundstücke mit der so genannten „kleinen Scheune“, der „Großen Scheune“ und dem „Stall“ durch die Evangelische Kirche konnte das bauliche Ensemble der aneinander gereihten Baukörper wieder zusammengefasst erlebbar und zugänglich gemacht sowie konzeptionell im Kontext mit dem Kloster als Ganzes entwickelt werden.

  • Evangelisches Zentrum in Sachsen-Anhalt mit seinen fachlichen Einrichtungen für pädagogische und theologische Arbeit
  • Ort der sinnlichen Einkehr
  • Begegnungs- und Tagungsort
  • Tourismusstätte mit großer Ausstrahlung an der „Straße der Romantik“ und als
  • herausragender Standort im Netzwerk
    „Gartenträume – historische Parks in Sachsen-Anhalt“ erreicht werden.

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Domänenscheune im Kloster Drübeck Harz
im Vordergrund die Domänenscheune im Kloster Drübeck Harz

Domänenscheune Kloster Drübeck

Zugleich bieten die Domänenscheunen mit ihren räumlichen und baulichen Möglichkeiten ein wesentliches Entwicklungspotential, um den Standort und das Kloster insgesamt sowie auch wirtschaftlich zu stärken, inhaltlich zu erweitern und damit als Bildungs- und kulturelles Zentrum für die Region sowie das Land und die evangelische Kirche in Mitteldeutschland Zukunftssicher zu machen. Kloster Drübeck ist mit seinem kulturhistorischen und geistlichen Potential ein herausragender spiritueller Ort in einer entkirchlichten Welt. „Geistliches und körperliches Reisen“ als Beschreibung eines „Spirituellen Tourismus“ findet hier eine besonders ausdrucksvolle Erwiderung. Baulich und funktionell heißt dies, den Bereich der Domänenscheunen versorgungstechnisch zu erschließen, die Gebäudehüllen mit Dach, Fassade, Tragwerk und Gründung umfassend zu sanieren. Im weiteren sollen folgen der Einbau von Seminar- und Tagungsräumen, einer Bibliothek mit Archiv und als wesentliches Element eine Festsaal ergänzt mit Gästezimmern, sowie in einem neu zu errichtenden Untergeschoss sanitäre und technische Funktionsräume. Der die Scheunen umgebende Freiraum soll funktionsgerecht gestaltet und unter Aufnahme historischer Aspekte angelegt werden.

Mit den baulichen Maßnahmen soll in II/2007 begonnen werden. Der Abschluss der Arbeiten ist in IV/2008 geplant.

Die baulichen Maßnahmen zur Sanierung und zur Umnutzung der Domänenscheunen dienen letztlich im Ergebnis der Einbauten zur Errichtung folgender Kapazitäten:

  • Zentrum für Tagungsdidaktik mit Seminar- und Technikräumen sowie Bibliothek mit Archiv für das Pädagogisch-Theologische Institut
  • Seminarräume mit 80 Plätzen für geistig-kulturelle und pädagogische Arbeit
  • Tagungs- und Festsaal mit 140 bis 160 Plätzen
  • Gäste- und Dozentenzimmer mit 30 Betten
  • 1 Mitarbeiterwohnung
  • Gestaltung der umliegenden Freianlagen und Gartenräume

Die Finanzierung soll maßgeblich über Eigenmittel der evangelischen Kirche unter Einbeziehung von Förderungen aus Mitteln der Wirtschaftsförderung sowie Mitteln der Denkmalpflege und des städtebaulichen Denkmalschutzes erfolgen.

Domänenscheune Kloster Drübeck Harz