Ein toller Ferientag im Kloster Drübeck

Mehr 200 Kinder aus vielen Teilen des Harzkreises im Evangelischen Zentrum begrüßt

Fotos: Jörg Niemann
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Einen besonderen Tag ihrer Sommerferien erlebten zahlreiche Kinder gestern im Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck. Viele Spiele, Mittagessen und sogar ein Puppentheater warteten auf sie.

Von Jörg Niemann
Drübeck ● Vor einigen Jahren hatte die damalige Kloster- Geschäftsführerin Brunhilde Langelüddecke einen „Ferientag im Kloster“ ins Leben gerufen. Ihre Absicht war es, Kinder für die Schönheiten des Klosters zu begeistern und ihnen den Ort als Kulturstätte näherzubringen. 

Und das kam schon beim ersten Mal so gut an, dass die späteren Geschäftsführer Christoph Carstens und jetzt Karl-Heinz Purucker keinen Grund sahen, daran irgend etwas zu ändern. Und so wurde auch in diesem Sommer der Ferientag im Kloster Drübeck abwechslungsreich gefeiert. 

Michaelstein-Direktor als Chef-Trommler 

Zu hören war schon auf dem Klosterparkplatz, dass dieser Tag etwas Besonderes ist. Bis dorthin war der Klang von Trommeln zu vernehmen. Peter Grunwald, im Hauptberuf Direktor des befreundeten Klosters Michaelstein bei Blankenburg, ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, einen Trommelkreis für und mit den Kindern zu veranstalten. Was diese mit kräftigem Mittrommeln gutierten. 

Etwas ruhiger ging es am Eibendom zu, unter dem die Kinder den spannenden Geschichten einer Erzählerin lauschen konnten. Da blieb sogar der eine oder andere erwachsene Besucher des Klosters stehen und lauschte. 

Und was wäre ein Ferientag im Kloster Drübeck ohne die Feuerwehr. Wo das rote Auto steht und das Wasser aus dem Schlauch spritzt, da sind stets auch die Kinder mit viel Spaß dabei. „Die Feuerwehr und das Basteln haben uns am besten gefallen“, sagten Lou (4 Jahre) und Luisa (5 Jahre) aus der Drübecker Kindertagesstätte. Und da die beiden selbst noch nicht zählen können, half Erzieherin Heike Schmidt nach. „Die beiden sind Feuer und Flamme und heute bestimmt schon zum zehnten Mal hier beim Zielspritzen.“ 

Brandschutz-Senioren seit dem ersten Fest dabei 

Zwei der Kameraden der Drübecker Altersabteilung gehören fast schon zum Kloster-Inventar: Ex-Ortswehrleiter Wilfried Voigt und sein Kollege Sepp Fuchs, die schon beim ersten Kinderfest mit von der Partie waren. Unterstützt wurden sie gestern von einigen Kameraden der Einsatzabteilung und von der Drübecker Jugendfeuerwehr, deren Mitglieder das Fest selbst noch aus Kindertagen in guter Erinnerung haben. 

Die Gäste des Festes kamen teils von weither. Begrüßt wurde unter anderem das Team des „Rauhen Haus“ aus Halberstadt, einer Einrichtung der evangelischen Kirche, die auch in diesem Jahr wieder der Spendenpartner des Klosters Drübeck ist. Aber auch Gäste aus Deersheim, aus Silstedt und dem Schulhort von Bad Harzburg fanden den Weg nach Drübeck. Ebenso weitgereist waren die Anbieter. Dazu zählten neben der Feuerwehr die Stadtjugendpflege Wernigerode oder auch die Harzer Sportjugend. 

Nudeln und Tomatensoße schmecken immer 

Nach einem abwechslungsreichen Spiele-Vormittag standen die Klosterköche im Mittelpunkt. Sie hatten - ebenfalls schon eine gute Tradition – Nudeln mit Tomatensoße zubereitet. Und das nicht zu wenig, denn satt geworden sind am Ende alle. Gegessen wurde fast draußen – unter dem großen und vor allem viel Schatten spendenden Dach der Domänenscheune. 

Zum Abschluss des ereignisreichen Tages war statt Herumtollen Stillsitzen angesagt. Ab 13 Uhr folgte die Aufführung des Parktheaters „Edelbruch“ aus Berlin mit den Schauspielern Kristin Giertler und Thomas Kornmann. Beide erzählten den Kindern das bekannte und beliebte Grimmsche Märchen vom „Froschkönig“. Eine dreiviertel Stunde dauerte das Stück und besonders einige die kleinsten Besucher waren danach reif für ihren verdienten Mittagsschlaf. 

 

Quelle: Volksstimme, 3. Juli 2018
Fotos: Jörg Niemann

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